Einst waren wir getriebene Menschen, heute bezeichnen wir uns als Homo sapiens. Und morgen? Wir erfahren unvorher- sehbare geistige Verwandlungen und vollziehen in ihnen fortwährend nachvollziehbaren menschlichen Wandel.

Unsere Existenz beruht auf dem evolutiven Ur-System der Polarität in der Dreiheit. Drei geistige Gestaltungsräume sind in uns angelegt: die Psyche, die Leerheit und die Seele. Die Psyche ist uns erschlossen. In ihr ist alles, was wir auf Erden sind, geistig gebunden. Sobald wir die Leerheit erfassen, wird uns die geistig reine Sicht auf die Ereignisse in der Psyche gewährt. Später wird sich uns auch noch das Tor zum freien Geist in der Seele öffnen. Entscheiden wir uns für das Freisein, befähigt uns dies, uns mit anderen Menschen in Würde erzeugender Resonanz zu verbinden, ohne uns zugleich zu binden.

Gegenwärtig gehen wir vermessen davon aus, unsere selbst ersinnten und erdachten Wirklichkeiten seien Wahrheiten. Wir kultivieren den Streit um Gut und Böse, Richtig und Falsch bis hin zu selbstgefälligen und erhabenen Kriegen.

Durch die zu erwartenden geistigen Verwandlungen wird uns der Weg aus der Bedürftigkeit gewährt. Beschreiten wir ihn, führt er uns ausgehend vom vertrauten Prinzip «Geben und Nehmen» über das «Hingeben und Empfangen» hin zum «Hingeben im Empfangen».